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02.09.2010 | Sport
Ein Artikel von Dr. Stefan Rühlmann
Kommentar
TTV Weiterode - TV03 Heringen 4:9
Mit Spannung blickte man auf das Eröffnungsspiel der höchsten hessischen Tischtennisspielklasse, in dem der Aufsteiger aus Heringen seiner Favoritenrolle trotz des Fehlens von Pavel Vlcek gerecht wurde.
Allerdings wehrten sich die Bebraner nach Kräften und konnten nach Doppelsiegen von Oeste/Senning und Wetterau/Biedebach bei einem Heringer Erfolg durch Domeika/Ertel zunächst in Führung gehen.
Hierbei überraschte vor allem die Leistung des Weiteröder Spitzenspielers Oeste, der nach seiner Erkrankung in bestechender Form aufspielte und auch in seinem ersten Einzel gegen Tonetas Domeika bei 2:1 Satzführung sogar einen Matchball erspielte, bevor der junge Litauer dann doch noch mit 3:2 die Oberhand behielt und den Ausgleich zum 2:2 für sein Team erkämpfte.
Dusan Snasel bewies einmal mehr seine Extraklasse. Gegen den Weiteröder Caselitz musste er zwar über 5 Sätze gehen, siegte am Ende aber ebenso souverän wie im zweiten Einzel gegen Oeste.
Auch der junge Domeika ließ gegen Caselitz nichts anbrennen und der zweite Neue bei den Werratalern Viktor Ertel unterstrich ohne Satzverlust gegen Zobel und Wetterau, dass er eine enorme Verstärkung für das Heringer Team ist.
Kapitän Willi Weritz, zwar mit einigen Anlaufschwierigkeiten gegen Wetterau, am Ende aber souverän und absolut dominierend gegen Zobel, unterstrich ebenfalls seine Hessenligatauglichkeit, sodass die Heringer lediglich im hinteren Paarkreuz unter ihren Möglichkeiten blieben, denn Duben unterlag überraschend deutlich gegen Biedebach und auch Nachwuchstalent Johannes Rühlmann bestätigte nur im ersten Satz gegen Senning seine guten Trainingseindrücke, spielte danach aber nervös und überhastet und unterlag so folgerichtig.
Dieser Sieg war für die Heringer verdient, zeigte aber, dass man vor allem in den Doppeln das Zusammenspiel trainieren muss und dass man gegen stärkere Gegner wieder auf Pavel Vlcek wird zurückgreifen müssen, um auch im dritten Paarkreuz einen sicheren Punktegaranten in der ansonsten sehr spielstarken Mannschaft zu haben.
Jetzt bleiben den Heringern einige Wochen bis zum Heimspielauftakt gegen Hoechst, einem Gegner von anderem Kaliber, gegen den sich alle Spieler noch einmal steigern müssen, um auch dann zum Erfolg kommen zu können.
Mit dem Abstieg, das wurde allerdings bereits in Bebra deutlich, sollte der TV03 Heringen in diesem Jahr nichts zu tun haben.
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